Über SchazMaz
Das SchazMaz-Programm für kleine liberale jüdische Gemeinden
SchazMaz ist die Abkürzung für „Schaliach Zibur“ und „More Zedek“ – auf Deutsch: Vorbeter und Religionslehrer. Das Programm unterstützt Gemeinden, die aufgrund ihrer Größe kein eigenes religiöses Personal haben, dabei, eine rabbinische oder kantorale Grundversorgung sicherzustellen.
Im Rahmen des Programms werden Rabbiner sowie Vorbeter für Gottesdienste an Schabbatot und Chagim in die Gemeinden entsandt. Interessierte Gemeinden können ihre Wünsche online einreichen.
Das Programm sieht vor, dass die teilnehmenden Gemeinden die anfallenden Reise- und Übernachtungskosten in voller Höhe sowie einen Eigenanteil von 25 % des Honorars übernehmen. Die entsprechende Honorartabelle ist hier einsehbar.
Unterstützung in mehrfacher Hinsicht
Mit dem Kulturprogramm wird nicht nur die Kulturarbeit der einzelnen Gemeinden unterstützt. Der Zentralrat fördert damit auch jüdische Künstlerinnen und Künstler in Deutschland. Daneben stärkt das Kulturprogramm den Austausch zwischen den Gemeinden, und nicht zuletzt werden dem jüdischen wie dem nichtjüdischen Publikum die vielen Facetten der jüdischen Kultur präsentiert.
Gefördert werden vor allem solche Programme, die sich dezidiert mit dem Judentum auseinandersetzen. So werden bei klassischen Konzerten die Schwerpunkte auf Werke von jüdischen Komponistinnen und Komponisten gelegt, Theaterstücke beschäftigen sich mit Fragestellungen aus jüdischen Perspektiven/mit Bezug zu jüdischen Themen, und die Ausstellungen haben jüdische Persönlichkeiten, jüdische Sakralbauten, jüdische Geschichte oder das Judentum zum Thema. Programme im Unterhaltungsbereich sind am beliebtesten.
Gewachsen und etabliert
Bis zur heutigen Vielfalt des Kulturprogramms war es ein weiter Weg. Da der Zentralrat der Juden mit seinem Kulturprogramm der einzige Kulturvermittler vor allem für jüdische Künstlerinnen und Künstler mit Wohnsitz in Deutschland ist, waren die Anfänge vor mehr als zehn Jahren schwer. Doch die Zuwanderung aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion sind hier deutlich spürbar – zugewanderte Künstlerinnen und Künstler bilden ein unerschöpfliches Reservoir an hochkarätigen Künstlerinnen und Künstlern. Durch den Zuzug von israelischen Künstlerinnen und Künstlern nach Deutschland und vor allem nach Berlin erhielt das Kulturprogramm einen weiteren Schub. Mittlerweile gibt es viermal so viele Bewerbungen wie Fördermöglichkeiten vorhanden sind.